Im Folgenden veröffentlichen wir die eingesendeten Antworten von Aufsichtsrats-Kandidatin Melanie Hartmann zu dem von „Zukunft Blau-Schwarz“ veröffentlichten Fragenkatalog.
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1. Stellen Sie sich gerne einmal kurz vor: Name, Alter, Beruf und Ihr Weg zum und mit dem FCS.
Mein Name ist Melanie Hartmann, ich bin 44 Jahre alt und arbeite als kaufmännische Angestellte bei der Hager Group. Außerdem bin ich Kolumnistin beim Live-Magazin Saar. Mein Weg zum FCS: Ich habe den Verein nicht über Jahrzehnte „verwaltet“, sondern innerhalb dieses Jahres intensiv erlebt. Zwar habe ich den Verein auch früher punktuell verfolgt, aber erst in den vergangenen zehn Monaten bin ich intensiv in den FCS eingestiegen – mit all seinen Spannungen, Debatten, Machtfragen, Hoffnungen und Brüchen. Diese Zeit war keine bequeme Zuschauerrolle.
Sie war eine Reise durch unterschiedliche Perspektiven: Block, Umfeld, Ehrenamt, Strukturen, interne Konflikte und die emotionale Bedeutung dieses Vereins für sehr viele Menschen. Diese intensive Erfahrung hat bei mir den Punkt ausgelöst, an dem ich gesagt habe: Zuschauen reicht nicht mehr. Wenn man diesen Verein ernst nimmt, muss man bereit sein, Verantwortung zu übernehmen.
Das habe ich gegenüber Fans und Ultras immer kommuniziert: Kritik ohne Bereitschaft zur Mitarbeit bringt niemanden weiter. Wer etwas verändern will, muss bereit sein, sich einzubringen und zwar offen, belastbar und dialogfähig. Aus genau diesem Verständnis heraus kandidiere ich.
2. Worin liegt Ihre Motivation für eine ehrenamtliche Kandidatur für den Aufsichtsrat des 1.FC Saarbrücken e.V.?
Meine Motivation liegt darin, den Verein in einer Phase des Umbruchs aktiv mitzugestalten. Ich kandidiere nicht aus Einzelinteressen heraus, sondern aus der Überzeugung, dass der FCS Menschen braucht, die zuhören, Verantwortung übernehmen und Spannungen nicht verschärfen, sondern auflösen.
In den vergangenen Monaten habe ich den Verein aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt – emotional, strukturell und kommunikativ. Gerade in angespannten Situationen wird deutlich, wie wichtig stabile Vermittlung, transparente Kommunikation und ein respektvoller Umgang zwischen allen Ebenen des Vereins sind: Mitglieder, Fans, Gremien und Verantwortliche.
Ich möchte dazu beitragen, Brücken zu bauen, statt Fronten zu verhärten. Veränderung entsteht nicht durch Lautstärke oder Machtspiele, sondern durch Verlässlichkeit, Dialogfähigkeit und den Willen, langfristig im Sinne des Vereins zu handeln. Aus genau diesem Verständnis heraus kandidiere ich.
3. Was qualifiziert Sie besonders für die Arbeit im Aufsichtsrat?
Ich bringe die Fähigkeit mit, komplexe Dynamiken frühzeitig zu erkennen und zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln. In konfliktreichen Situationen ist es entscheidend, nicht nur das Gesagte zu hören, sondern auch die Zwischentöne wahrzunehmen und einzuordnen.
Meine Stärke liegt darin, zwischen Menschen, Gremien und Perspektiven zu vermitteln – und Gespräche dort möglich zu machen, wo sie festgefahren scheinen. Ich arbeite strukturiert, reflektiert und mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Verein als Ganzem.
Gerade in Phasen des Umbruchs braucht es Aufsichtsratsarbeit, die nicht polarisiert, sondern stabilisiert, die zuhört, abwägt und Entscheidungen nicht aus dem Moment heraus trifft, sondern mit Blick auf langfristige Wirkung. Diese Haltung und diese Art der Zusammenarbeit sehe ich als meine besondere Qualifikation.
4. Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand, in dem sich der Verein befindet? In welchen Bereichen besteht der größte Verbesserungsbedarf?
Interessante Frage. Der FCS befindet sich in einer sensiblen Übergangsphase. Sportlich besteht Potenzial, strukturell und kommunikativ aber Bedarf an weiterer Stabilisierung und Ausrichtung. Aus meiner Sicht liegt der größte Verbesserungsbedarf in der transparenten und nachvollziehbaren Kommunikation zwischen den verschiedenen Ebenen des Vereins. Vertrauen entsteht dort, wo Entscheidungen erklärbar sind, Prozesse verständlich gemacht werden und unterschiedliche Perspektiven ernst genommen werden. Gerade ein Verein mit der Geschichte des FCS braucht eine klare, gemeinsame Linie – intern wie extern!
Als Gründungsmitglied der Bundesliga trägt der Verein eine besondere Verantwortung für Anspruch, Haltung und Entwicklung. Langfristig darf es nicht darum gehen, den Klassenerhalt zu sichern, sondern darum, strukturell so aufgestellt zu sein, dass sportlicher Fortschritt dauerhaft möglich wird.
Das alles erfordert zukunftsorientiertes Denken, klare Zuständigkeiten, transparente Entscheidungsprozesse und eine Vermittlung zwischen sportlichen, wirtschaftlichen und mitgliederbezogenen Interessen. Aufsicht bedeutet dabei nicht nur Kontrolle, sondern aktive Verantwortung für Richtung, Stabilität und Entwicklung.
5. Wie nehmen Sie die Infrastruktur beim FCS wahr und welche Zukunftsvision haben Sie hierzu? Welche Bedeutung hat für Sie das Zusammenspiel mit der Stadt Saarbrücken?
Ganz wichtiger Punkt! Die Infrastruktur des FCS ist untrennbar mit dem Verhältnis zur Stadt Saarbrücken verbunden. Themen wie (ganz besonders!) das Sportfeld und die damit verbundenen Trainingsbedingungen, aber natürlich auch Stadion oder auch generell infrastrukturelle Weiterentwicklungen benötigen einen kontinuierlichen, belastbaren und vertrauensvollen Austausch mit der Stadt – jenseits von Pressemitteilungen oder formellen Abstimmungen.
Ein Verein wie der FCS braucht verlässliche Gesprächskanäle, feste Ansprechpartner und ein Klima, in dem Dialog nicht von Personen abhängt, sondern von gemeinsamen Zielen.
Meine Stärke sehe ich darin, solche Beziehungen stabil, respektvoll und langfristig aufzubauen und zu pflegen – verbindlich und lösungsorientiert.
Infrastruktur entsteht nicht allein durch Beschlüsse, sondern durch Vertrauen, Kontinuität und klare Kommunikation zwischen Verein und Stadt. Eine zukunftsfähige Entwicklung des FCS ist aus meiner Sicht nur möglich, wenn dieses Zusammenspiel professionell, transparent und dauerhaft gestaltet wird.
6. Wie blicken Sie auf die von „Zukunft Blau-Schwarz“ angestoßenen strukturellen Veränderungen und welche Themen müssen kurz- und mittelfristig umgesetzt werden? Haben Sie bereits einen konkreten Arbeitsplan oder Ansätze, an denen sich in den nächsten Monaten orientiert werden sollte?
Die von ZBS angestoßenen strukturellen Veränderungen – insbesondere die Satzungsänderung und die künftige Wahl mehrerer Vorstände – sind aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt hin zu klaren Verantwortlichkeiten, größerer Transparenz und einer stärkeren demokratischen Legitimation innerhalb des Vereins.
Kurzfristig halte ich es für entscheidend, diese neuen Strukturen mit Leben zu füllen: Rollen, Zuständigkeiten und Entscheidungswege müssen eindeutig definiert und nachvollziehbar kommuniziert werden – sowohl intern als auch gegenüber Mitgliedern und Fans.
Mittelfristig sollte der Fokus darauf liegen, verlässliche Arbeits- und Abstimmungsprozesse zwischen AR, Vorstand und relevanten Gremien zu etablieren. Ziel muss es sein, Entscheidungen nicht nur formal korrekt, sondern auch strategisch abgestimmt und langfristig wirksam zu treffen.
Als AR-Mitglied sehe ich meine Aufgabe nicht darin, operative Arbeitspläne vorzugeben sondern eher darin, Rahmen, Orientierung und Kontrolle sicherzustellen. Ein wichtiger Ansatz wäre für mich daher, nach der Wahl der Vorstände durch den AR klare Zielbilder, Zeitachsen und Rückmeldesysteme zu entwickeln, an denen sich die Arbeit in den kommenden Monaten ausrichten kann.
7. Wo sehen Sie den FCS in drei Jahren? Was sind – unabhängig vom sportlichen Erfolg – die wesentlichen Ziele, die Sie erreicht sehen wollen?
In drei Jahren sehe ich den FCS als einen strukturell stabilen, transparent geführten und zukunftsorientierten Verein, in dem alle Ebenen – vom Fan über die Mitgliedschaft bis hin zum Präsidium, Vorstand und AR – klar auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind.
Dabei ist mir bewusst, dass ein Verein dieser Größe und Emotionalität nicht dauerhaft ohne Konflikte oder harmonisch funktionieren kann – und das ist auch weder realistisch noch problematisch. Entscheidend ist, wie mit unterschiedlichen Interessen, Reibungen und schwierigen Phasen umgegangen wird.
Unabhängig vom sportlichen Erfolg ist es mir wichtig, dass Diskussionen sachlich geführt, Konflikte offen benannt und Entscheidungen nachvollziehbar im Sinne des Vereins getroffen werden – ohne in Showpolitik, persönliche Profilierung oder Ego-Dynamiken abzurutschen. Auch wenn es mal holprig wird, braucht es den Willen, Themen konsequent anzugehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Ein wesentliches Ziel ist für mich ein Verein, in dem Kommunikation verbindend wirkt: Entscheidungen werden geklärt, Prozesse transparent gemacht, so dass kein Mitglied oder Fan das Gefühl hat, übergangen oder nicht mitgenommen worden zu sein.
Diese strukturelle Klarheit und Geschlossenheit bilden aus meiner Sicht die Grundlage für nachhaltigen sportlichen Erfolg. Sportliche Entwicklung ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis stabiler Strukturen, klarer Prozesse und eines gemeinsamen Verständnisses darüber, wohin der Verein will!
8. Welche Anforderungen haben Sie an die neu einzustellenden Vorstände? Welche Zielvorgaben sind Ihnen hierbei besonders wichtig?
Sehr interessante Frage! An die neu einzustellenden Vorstände habe ich klare Erwartungen. Entscheidend ist für mich, dass alle drei Ressorts – Finanzen, Sport und Marketing – nicht isoliert gedacht werden, sondern in einem gemeinsamen Verständnis für den Verein handeln.
Im finanziellen Bereich erwarte ich eine verantwortungsvolle, vorausschauende Steuerung und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse. Im sportlichen Bereich eine klare Linie, die auf Kontinuität, Entwicklung und realistischen Zielsetzungen basiert – nicht auf kurzfristigen Stimmungen.
Dem Bereich Marketing kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Er sollte den Verein glaubwürdig nach außen vertreten, unterschiedliche Anspruchsgruppen verbinden und das Selbstverständnis des FCS vermitteln. Marketing verstehe ich dabei nicht als reine Inszenierung, sondern als strategisches Bindeglied zwischen Verein, Stadt, Fans, Sponsoren und Öffentlichkeit.
Über alle Bereiche hinweg wünsche ich mir Vorstände, die dialogfähig sind, Kritik zulassen und Entscheidungen erklären können – auch dann, wenn diese nicht jedem gefallen. Zielvorgaben sollten klar definiert, überprüfbar und stets am langfristigen Wohl des Vereins orientiert sein.
9. Wie wichtig ist Ihnen das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern bei der Gestaltung des Vereinslebens? Welche besondere Rolle können hierbei Arbeitskreise, bestehend aus Verantwortlichen des Vereins und der Mitgliedschaft, spielen (Stichwort Leitbildkommission, AK Blau-Schwarz ist Vielfalt, AK Blau-schwarze Geschichte etc.)? Können ergänzende Beiräte ein praktikables Modell für die Zukunft sein?
Ich halte das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern für einen zentralen Bestandteil eines zukunftsfähigen Vereins. Der FCS ist mehr als ein sportlicher Betrieb – er ist Identität, Geschichte und sozialer Raum. Dieses Selbstverständnis sollte sich auch in den Strukturen widerspiegeln.
Arbeitskreise, die aus Verantwortlichen des Vereins und engagierten Mitgliedern bestehen, können dabei eine wichtige Brückenfunktion übernehmen. Formate wie eine Leitbildkommission, thematische Arbeitskreise wie o.g. oder projektbezogene Dialogrunden ermöglichen es, unterschiedliche Perspektiven frühzeitig einzubinden, ohne Entscheidungsprozesse zu blockieren. Entscheidend ist für mich, dass solche Gremien klar definiert sind: mit transparenten Aufgaben, zeitlich begrenzten Mandaten und einer verbindlichen Rückkopplung an Vorstand und AR. Beteiligung bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern strukturierte Mitwirkung.
Ergänzende Beiräte oder beratende Arbeitskreise können ein sinnvolles Modell für die Zukunft sein – insbesondere dort, wo es um langfristige Themen wie Vereinsidentität, Fan- und Mitgliederkommunikation oder gesellschaftliche Verantwortung geht. Nur so bleibt der Verein dialogfähig! Ich merke erneut an: Mein Ziel ist ein Verein, der zuhört, erklärt und einbindet – und der Entscheidungen nicht hinter verschlossenen Türen trifft, sondern sie nachvollziehbar macht.
10. Wie stehen Sie zur 50+1-Regel und anderen fanpolitischen Themen, die derzeit viele Stadiongänger umtreiben (Vorhaben der Innenministerkonferenz, Regionalliga-Reform, Abschaffung von Verbandsstrafen für Pyrotechnik etc.)? Der FCS hat sich im August in einem Statement dazu bekannt, die Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ zu unterstützen. Wird dieser Weg mit Ihnen fortgesetzt?
50+1-Regel ist für mich zentrales Fundament des deutschen Fußballs, weil sie die Mitbestimmung der Mitglieder sichert und somit die Identität der Vereine schützt. Gerade für einen Traditionsverein wie den FCS ist es wichtig , wirtschaftliche Entwicklung und demokratische Strukturen im Gleichgewicht zu halten.
Fanpolitische Themen wie die Diskussion rund um die Innenministerkonferenz, die Regionalliga-Struktur oder den Umgang mit Verbandsstrafen zeigen, wie sensibel und komplex das Zusammenspiel zwischen Vereinen, Verbänden, Politik und Fans ist. Aus meiner Sicht braucht es hier keine vorschnellen Entscheidungen, sondern einen sachlichen, kontinuierlichen Dialog auf Augenhöhe.
Der FCS hat sich bereits klar positioniert unter anderem mit der Unterstützung der Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“. Diesen Weg halte ich grundsätzlich für angebracht, weil er signalisiert, dass Faninteressen ernst genommen und Konflikte nicht ausgeblendet werden.
Entscheidend ist, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam stabile Lösungen zu entwickeln. Ich halte es für unerlässlich, den Austausch mit Fans und organisierten Gruppen aktiv zu suchen und fortzuführen. Nur über den Dialog lassen sich nachhaltige Positionen entwickeln, die sowohl der Sicherheit als auch der Fankultur und dem langfristigen Wohl des Vereins gerecht werden
11. Sehen Sie konkreten Verbesserungsbedarf rund um die Durchführung der Heimspiele des FCS? Wie stehen Sie zur Polizeipräsenz bei sogenannten „Risikospielen“ mit Einheiten aus mehreren Bundesländern und Drohneneinsätzen, die den Steuerzahler enorm belasten?
Ich sehe durchaus Verbesserungsbedarf bei der Durchführung von Heimspielen des FCS, insbesondere bei Risikospielen. Sicherheit hat für mich einen hohen Stellenwert, aber gleichzeitig halte ich es für notwendig, Maßnahmen stets auf ihre Verhältnismäßigkeit und tatsächliche Notwendigkeit zu überprüfen.
In der aktuellen Praxis entstehen durch den Einsatz sehr großer Polizeikontingente, Einheiten aus mehreren Bundesländern, berittener Polizeikräfte – wie ich es in Mannheim erlebt habe -sowie zusätzlicher technischer Mittel erhebliche Kosten. Diese Einsätze belasten den Steuerzahler in einem Umfang, der aus meiner Sicht kritisch hinterfragt werden muss, insbesondere dann, wenn die tatsächliche Lage vor Ort deutlich ruhiger verläuft als im Vorfeld prognostiziert.
Außerdem entsteht der Eindruck, dass der Umfang der eingesetzten Sicherheitskräfte oftmals in keinem angemessenen Verhältnis zum tatsächlichen Geschehen steht. Aus meiner Sicht sollte daher stärker auf differenzierte Risikobewertungen, transparente Kommunikation und präventive Ansätze gesetzt werden. Dort, wo der Dialog zwischen Verein, Sicherheitsbehörden und Fans funktioniert, lassen sich viele Situationen frühzeitig entschärfen – oft mit weniger Aufwand und größerer Akzeptanz.
Ziel muss es sein, Heimspiele des FCS sicher zu gestalten, ohne unnötige Eskalationssignale zu senden oder Ressourcen übermäßig zu beanspruchen.
Wichtig: Sicherheit, Kostenbewusstsein und eine lebendige Fankultur dürfen sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern gemeinsam gedacht werden.
12. Wie möchten Sie sicherstellen, dass auf allen Ebenen des Vereins ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, bei dem das „Wir“ im Vordergrund steht und sich alle für den FCS engagierten Menschen gleichermaßen wertgeschätzt fühlen? Wie kann der Verein dem verabschiedeten Leitbild und damit auch der Bedeutung seiner Anhängerschaft gerecht werden?
(eine sehr emotionale Frage)
Also, das „wir“ ist für mich der Kern dessen, was einen Verein wie den FCS überhaupt trägt! Genau deshalb zieht sich dieser Gedanke ganz bewusst durch diesen gesamten Fragenkatalog und demnach durch meine Antworten – weil ich zutiefst davon überzeugt bin, dass ein Verein nur dann zukunftsfähig ist, wenn er sich auf allen Ebenen als Gemeinschaft versteht.
Für mich ist der FCS kein Nebeneinander von Gremien, Funktionen, Fans, Spielern und Verantwortlichen, sondern ein lebendiges Gefüge, in dem jede Ebene Wirkung auf die andere hat. Ein echtes Gemeinschaftsgefühl entsteht dort, wo Menschen sich zugehörig fühlen – nicht, weil sie dieselbe Meinung haben, sondern weil sie ernst genommen werden, gehört werden und wissen, WARUM Entscheidungen getroffen werden.
Das „Wir“ beginnt für mich bei Respekt, Offenheit und der Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Es zeigt sich in klarer Kommunikation, in erklärbaren Entscheidungen und in dem ehrlichen Bemühen, Brücken zu bauen – zwischen Verein und Stadt, Gremien und Fans, zwischen Haupt- und Ehrenamt.
Dem verabschiedeten Leitbild wird der Verein aus meiner Sicht dann gerecht, wenn es im Alltag spürbar wird. Wenn die Bedeutung der Anhängerschaft gelebt wird, wenn Vielfalt, Engagement und unterschiedliche Perspektiven nicht als Störfaktor, sondern als Stärke verstanden werden. Ich denke, es braucht Dialog, Verlässlichkeit und Menschen, die bereit sind zuzuhören und zu vermitteln. Genau hier sehe ich meine Rolle: als verbindendes Element, das dazu beiträgt, Vertrauen zu stärken und den Verein als gemeinsames Projekt für alle erlebbar zu machen.
Am Ende geht es nicht um Einzelinteressen oder Lager, sondern um das, was uns verbindet: die Verantwortung für den 1.FC Saarbrücken und seine Zukunft.
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Hier geht es zum Fragenkatalog und den Antworten weiterer Kandidierenden für den Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken e.V.:
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…denn für Blau und Schwarz wird’s höchste Zeit!
