Im Folgenden veröffentlichen wir die eingesendeten Antworten von Aufsichtsrats-Kandidat Jürgen Bechthold zu dem von „Zukunft Blau-Schwarz“ veröffentlichten Fragenkatalog.
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1. Stellen Sie sich gerne einmal kurz vor: Name, Alter, Beruf und Ihr Weg zum und mit dem FCS.
Jürgen Bechthold, 64 Jahre, Business Unit Manager und Inhaber Studio 30 Saarbrücken. Seit 1976 immer dabei,
wenn es beruflich möglich war. Der einzige echte VIP des FCS, denn nur ich habe ein Ligaspiel komplett in
einer Hängematte liegend erlebt. Im neuen LUPA Dauerkarteninhaber auf der Binkert.
2. Worin liegt Ihre Motivation für eine ehrenamtliche Kandidatur für den Aufsichtsrat des 1.FC Saarbrücken e.V.?
Der alte (und auch neue) Klüngel muss aufhören. Man kann nicht nur meckern , man muss auch Verantwortung über-
nehmen.
3. Was qualifiziert Sie besonders für die Arbeit im Aufsichtsrat?
Meine berufliche Erfahrung, meine Unabhängigkeit in jeglicher Hinsicht.
4. Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand, in dem sich der Verein befindet? In welchen Bereichen besteht der größte Verbesserungsbedarf?
Aktueller Zustand: stark verbesserungswürdig. Außendarstellung durch den Verein, Infrastruktur sportlich
und auch im Stadion .
5. Wie nehmen Sie die Infrastruktur beim FCS wahr und welche Zukunftsvision haben Sie hierzu? Welche Bedeutung hat für Sie das Zusammenspiel mit der Stadt Saarbrücken?
Trainingsmöglichkeiten schlecht – Ziel Verbesserung für alle Jugend, Frauen und Profis
Vermarktung mittelmäßig – Ziel breitere Vermarktung und bessere Betreuung der Geschäftspartner
Mitgliederbetreuung mäßig – Ziel schnelle Bearbeitung von Anfragen und bessere Angebote
6. Wie blicken Sie auf die von „Zukunft Blau-Schwarz“ angestoßenen strukturellen Veränderungen und welche Themen müssen kurz- und mittelfristig umgesetzt werden? Haben Sie bereits einen konkreten Arbeitsplan oder Ansätze, an denen sich in den nächsten Monaten orientiert werden sollte?
Veränderungen sehe ich positiv . Zuerst muss eine aktuelle Bestandsanalyse aller Bereiche gemacht werden
und kurzfristig geht es um Klassenerhalt und Lizensierung für die nächste Saison.
7. Wo sehen Sie den FCS in drei Jahren? Was sind – unabhängig vom sportlichen Erfolg – die wesentlichen Ziele, die Sie erreicht sehen wollen?
Der FCS soll wieder „der Verein im Saarland sein “ und als seriös und vorbildlich wahrgenommen werden.
8. Welche Anforderungen haben Sie an die neu einzustellenden Vorstände? Welche Zielvorgaben sind Ihnen hierbei besonders wichtig?
Anforderung: kompetent, seriös, unabhängig und keine Selbstdarsteller .
Zielvorgaben: müssen für alle inhaltlich, zeitlich und finanziell individuell vereinbart werden
9. Wie wichtig ist Ihnen das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern bei der Gestaltung des Vereinslebens? Welche besondere Rolle können hierbei Arbeitskreise, bestehend aus Verantwortlichen des Vereins und der Mitgliedschaft, spielen (Stichwort Leitbildkommission, AK Blau-Schwarz ist Vielfalt, AK Blau-schwarze Geschichte etc.)? Können ergänzende Beiräte ein praktikables Modell für die Zukunft sein?
Sehr wichtig, der Verein sollte das vorhandene Potential effektiv nutzen ,auch durch Beiräte.
10. Wie stehen Sie zur 50+1-Regel und anderen fanpolitischen Themen, die derzeit viele Stadiongänger umtreiben (Vorhaben der Innenministerkonferenz, Regionalliga-Reform, Abschaffung von Verbandsstrafen für Pyrotechnik etc.)? Der FCS hat sich im August in einem Statement dazu bekannt, die Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ zu unterstützen. Wird dieser Weg mit Ihnen fortgesetzt?
Ich bin gegen das Vorhaben der Innenministerkonferenz, für das abschaffen der Verbandsstrafen in der aktuellen
Form und den legalisierten Einsatz von Pyrotechnik, die allerdings kontrolliert und ohne Gefährdung anderer
Besucher sein muss.
11. Wo sehen Sie konkreten Verbesserungsbedarf rund um die Durchführung der Heimspiele des FCS? Wie stehen Sie zur Polizeipräsenz bei sogenannten „Risikospielen“ mit Einheiten aus mehreren Bundesländern und Drohneneinsätzen, die den Steuerzahler enorm belasten?
Polizeipräsenz ist vollkommen überzogen und für mich kontraproduktiv .
12. Wie möchten Sie sicherstellen, dass auf allen Ebenen des Vereins ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, bei dem das „Wir“ im Vordergrund steht und sich alle für den FCS engagierten Menschen gleichermaßen wertgeschätzt fühlen?
In dem das Leitbild von allen aktiv gelebt wird und alles – so weit möglich – transparent kommuniziert wird .
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Hier geht es zum Fragenkatalog und den Antworten weiterer Kandidierenden für den Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken e.V.:
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…denn für Blau und Schwarz wird’s höchste Zeit!
