Antworten von AR-Kandidat Hartmut Ostermann

Im Folgenden veröffentlichen wir die eingesendeten Antworten von Aufsichtsrats-Kandidat Hartmut Ostermann zu dem von „Zukunft Blau-Schwarz“ veröffentlichten Fragenkatalog.

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1. Stellen Sie sich gerne einmal kurz vor: Name, Alter, Beruf und Ihr Weg zum und mit dem FCS.

Hartmut Ostermann, geb. 1951, Unternehmer, seit 27 Jahren ehrenamtlich als Präsident oder Aufsichtsratsmitglied beim FCS und als Hauptsponsor verbunden.

2. Worin liegt Ihre Motivation für eine ehrenamtliche Kandidatur für den Aufsichtsrat des 1.FC Saarbrücken e.V.?

Meine Motivation zur Kandidatur ist, den mittlerweile größten Verein des Saarlandes so zu unterstützen, dass er gemäß seiner Tradition und seinem eigenen Anspruch auf guten Fußball mindestens in der 2. Liga spielen kann und muss.

3. Was qualifiziert Sie besonders für die Arbeit im Aufsichtsrat?

Ich bringe unternehmerische Erfahrung mit, war Gründungsmitglied der DFL und kenne die Abläufe innerhalb unseres Vereins.

4. Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand, in dem sich der Verein befindet? In welchen Bereichen besteht der größte Verbesserungsbedarf?

Im Fußball gibt es Hochs und Tiefs. Derzeit hängen wir unseren sportlichen Zielen etwas hinterher, wachsen aber dennoch als Verein weiter. Wir haben eine gesunde Basis und sollten durch entsprechende interne Kommunikation die Kräfte wecken, die in unserem Verein stecken.

5. Wie nehmen Sie die Infrastruktur beim FCS wahr und welche Zukunftsvision haben Sie hierzu? Welche Bedeutung hat für Sie das Zusammenspiel mit der Stadt Saarbrücken?

Der Stadionumbau ist suboptimal verlaufen. Wir brauchen deutlich mehr Kapazität und auch unser Trainingsgelände ist im Grunde nicht konkurrenzfähig. In meiner Vision schaffen wir ein modernes Trainingsgelände mit angeschlossenem Treffpunkt für Mitglieder und Fans, ähnlich dem Geißbock-Heim des 1. FC Köln. Mit der Stadt als Eigentümer will ich mich für den schnellen Ausbau der Reserveflächen im Ludwigspark einsetzen. Stadt und Verein müssen eine Einheit bilden.

6. Wie blicken Sie auf die von „Zukunft Blau-Schwarz“ angestoßenen strukturellen Veränderungen und welche Themen müssen kurz- und mittelfristig umgesetzt werden? Haben Sie bereits einen konkreten Arbeitsplan oder Ansätze, an denen sich in den nächsten Monaten orientiert werden sollte?

Unsere Mitglieder wollten eine durchgreifende Veränderung der Vereinsstrukturen und haben eine neue Satzung mit veränderten Führungsgremien geschaffen. Da die Zeit knapp bemessen ist, müssen wir uns direkt nach dem 8. Januar an die Arbeit machen und unsere hauptamtlichen Vorstände installieren, damit diese die notwendigen Lizenzunterlagen bei DFB und DFL einreichen können. Das hat absolute Priorität.

7. Wo sehen Sie den FCS in drei Jahren? Was sind – unabhängig vom sportlichen Erfolg – die wesentlichen Ziele, die Sie erreicht sehen wollen?

Ich sehe den FCS in drei Jahren mit einem ausgebauten Stadion in der 2. Liga.

8. Welche Anforderungen haben Sie an die neu einzustellenden Vorstände? Welche Zielvorgaben sind Ihnen hierbei besonders wichtig?

Die neuen Vorstände sollten Fachkompetenz und Berufserfahrung mit Profifußball mitbringen. Alle sollten sich dem Ziel unterwerfen und die Voraussetzungen schaffen, dass der FCS möglich schnell eine Liga höher spielen kann.

9. Wie wichtig ist Ihnen das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern bei der Gestaltung des Vereinslebens? Welche besondere Rolle können hierbei Arbeitskreise, bestehend aus Verantwortlichen des Vereins und der Mitgliedschaft, spielen (Stichwort Leitbildkommission, AK Blau-Schwarz ist Vielfalt, AK Blau-schwarze Geschichte etc.)? Können ergänzende Beiräte ein praktikables Modell für die Zukunft sein?

Unsere über 13000 Mitglieder haben zu Recht den Anspruch, ins Vereinsleben eingebunden zu werden. Ich unterstütze gerne Initiativen und Arbeitskreise zu verschiedenen Themen. Sie machen die pluralistische Lebendigkeit unseres Vereins aus. Unsere Fans sind das stimmungsvolle Rückgrat bei unseren Spielen und sorgen für eine eindrucksvolle Atmosphäre im Ludwigspark. Ihre Anliegen sind mir wichtig.

10. Wie stehen Sie zur 50+1-Regel und anderen fanpolitischen Themen, die derzeit viele Stadiongänger umtreiben (Vorhaben der Innenministerkonferenz, Regionalliga-Reform, Abschaffung von Verbandsstrafen für Pyrotechnik etc.)? Der FCS hat sich im August in einem Statement dazu bekannt, die Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ zu unterstützen. Wird dieser Weg mit Ihnen fortgesetzt?

Die 50+1-Regel ist ein Alleinstellungsmerkmal des deutschen Fußballs und soll die einzigartige Vereinsphilosophie auch im Profifußball schützen. Das unterstütze ich aus der Überzeugung, dass unser Sport aus dem Wettbewerb zwischen Vereinen entstanden ist und den Vereinscharakter auf jeden Fall bewahren sollte.

11. Wo sehen Sie konkreten Verbesserungsbedarf rund um die Durchführung der Heimspiele des FCS? Wie stehen Sie zur Polizeipräsenz bei sogenannten „Risikospielen“ mit Einheiten aus mehreren Bundesländern und Drohneneinsätzen, die den Steuerzahler enorm belasten?

Die Sicherheit an Spieltagen ist zweigeteilt. Der FCS ist für die Sicherheit im Stadion zuständig, die Polizei für den öffentlichen Raum. Auf Einsatzpläne und Gefährdungseinschätzungen der Polizei haben wir keinen Einfluss. Ich bin aber der Meinung, dass der Aufwand bei Risikospielen eine Dimension erreicht hat, die überprüft und optimiert werden muss. Ein runder Tisch mit Polizei und Fanvertretern könnte hier Abhilfe schaffen.

12. Wie möchten Sie sicherstellen, dass auf allen Ebenen des Vereins ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, bei dem das „Wir“ im Vordergrund steht und sich alle für den FCS engagierten Menschen gleichermaßen wertgeschätzt fühlen?

Durch die Schaffung von Plattformen für eine aktive Teilhabe am Vereinsgeschehen und Räumen, wo sich Fans und Mitglieder auch zwischen Spielen treffen können und mit Verantwortlichen des Vereins in Kontakt treten können.

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Hier geht es zum Fragenkatalog und den Antworten weiterer Kandidierenden für den Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken e.V.:

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…denn für Blau und Schwarz wird’s höchste Zeit!