Im Folgenden veröffentlichen wir die eingesendeten Antworten von Aufsichtsrats-Kandidat Andreas Keßler zu dem von „Zukunft Blau-Schwarz“ veröffentlichten Fragenkatalog.
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1. Stellen Sie sich gerne einmal kurz vor: Name, Alter, Beruf und Ihr Weg zum und mit dem FCS.
Mein Name ist Andreas Keßler, ich bin 62 Jahre alt, habe Zwillinge und bin selbstständig mit drei Tabakläden und einer familiengeführten Gaststätte. Seit meiner Kindheit wurde ich durch Albert Kempf zum FCS geführt und habe den Verein seither nie mehr loslassen können. Ich verfolge den Verein seit vielen Jahren und habe die Liebe zu ihm trotz aller Höhen und Tiefen nie verloren.
2. Worin liegt Ihre Motivation für eine ehrenamtliche Kandidatur für den Aufsichtsrat des 1.FC Saarbrücken e.V.?
Der FCS ist, wie für viele, auch mein Herzensverein. Ich habe sowohl viel Positives als auch Negatives mit ihm erlebt. Ich stehe täglich in Kontakt mit dem Verein, sei es durch zahlreiche Gespräche mit Kunden oder durch private Dinge. Man ist nah dran, erlebt viel und merkt, wo es hakt. Dadurch habe ich das Gefühl, dass ich nicht länger nur zusehen kann, sondern aktiv mit anpacken möchte – und auch dazu in der Lage bin.
3. Was qualifiziert Sie besonders für die Arbeit im Aufsichtsrat?
Durch meinen beruflichen Werdegang und meine langjährige Lebenserfahrung bringe ich ein breites Spektrum an praktischer Kompetenz mit. Bereits früh, durch das Aufwachsen in einem gastronomischen Betrieb, habe ich gelernt, was Einsatzbereitschaft, verantwortungsvoller Umgang mit Menschen sowie vorausschauendes wirtschaftliches Handeln bedeuten. Diese prägende Zeit ermöglichte mir zudem vielfältige Einblicke in unterschiedliche Geschäftsbereiche und den Aufbau wertvoller Kontakte.
Diese Grundlagen habe ich in meinen eigenen Tabakläden weiter ausgebaut und vertieft. Dort bin ich täglich aktiv eingebunden, trage unternehmerische Verantwortung und treffe Entscheidungen, die Disziplin, Verlässlichkeit und Zielstrebigkeit erfordern. Dabei ist mir wichtig, wirtschaftlichen Erfolg stets mit den Werten und der Identität eines Unternehmens – und ebenso eines Vereins – in Einklang zu bringen.
Für die Arbeit im Aufsichtsrat bringe ich insbesondere drei Stärken ein: praxisnahe wirtschaftliche Kompetenz und verantwortungsbewusstes Entscheiden, eine hohe Einsatzbereitschaft sowie den klaren Willen, Aufgaben aktiv anzupacken, und eine ausgeprägte Loyalität gegenüber den Werten und der Identität des FCS. Wirtschaftliche Stabilität ist für mich wichtig, jedoch niemals auf Kosten dessen, wofür der Verein steht.
Mein Ziel ist es, im Gremium gemeinsam tragfähige, langfristige Entscheidungen zu treffen, die dem Verein nachhaltig nutzen und für die Mitglieder transparent und nachvollziehbar sind.
4. Wie bewerten Sie den aktuellen Zustand, in dem sich der Verein befindet? In welchen Bereichen besteht der größte Verbesserungsbedarf?
Der Verein verfügt aus meiner Sicht über ein enormes Potenzial, das derzeit jedoch noch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Unabhängig von der sportlichen Situation – die hier bewusst ausgeklammert werden soll – sehe ich den größten Verbesserungsbedarf in den internen Strukturen und der Organisation des Vereins. In vielen Bereichen sind diese über Jahre gewachsen, aber nicht ausreichend modernisiert worden.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um einzelne Personen oder um unseren großen Sponsor, dem der Verein für die Unterstützung der vergangenen Jahre viel zu verdanken hat. Vielmehr müssen bestehende Abhängigkeiten und Intransparenzen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, kritisch hinterfragt und abgebaut werden. Entscheidungen sind für Außenstehende und selbst für viele treue Fans oft nicht nachvollziehbar. Diese fehlende Transparenz führt zu Unsicherheit und Misstrauen und bremst die Weiterentwicklung des Vereins.
Der FCS ist ein schlafender Riese – ein Verein mit großer Tradition, Strahlkraft und emotionaler Bindung weit über das Stadion hinaus. Wie einst Christian Streich im Urlaub im Schwarzwald treffend zu mir sagte: Ein schlafender Riese muss geweckt werden. Der FCS sollte wieder im gesamten Saarland präsent sein – durch professionelle Arbeit, klare Strukturen und vor allem durch bodenständige, Fan nähe Menschen, die den Verein glaubwürdig nach außen vertreten.
Wenn es gelingt, Verantwortlichkeiten klar zu definieren, Entscheidungsprozesse transparent zu gestalten und die Organisation insgesamt moderner und unabhängiger aufzustellen, wird der Verein langfristig stabiler und handlungsfähiger sein. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber wir können aus ihr lernen. Entscheidend ist, dass wir den Blick nach vorne richten und gemeinsam daran arbeiten, den FCS nachhaltig zu stärken und wieder voll zu seinem Potenzial zu führen.
5. Wie nehmen Sie die Infrastruktur beim FCS wahr und welche Zukunftsvision haben Sie hierzu?
Die Infrastruktur des FCS befindet sich aus meiner Sicht in einem Zustand, der dem Anspruch und den sportlichen Zielen des Vereins nicht gerecht wird. Wer regelmäßig das Training der Profimannschaft verfolgt, erkennt deutlich, dass hier dringend Investitionsbedarf besteht. Eine leistungsorientierte und zukunftsfähige Vereinsentwicklung ist ohne moderne und professionelle Trainingsbedingungen kaum möglich.
Zwar fehlen aktuell transparente Einblicke in konkrete Zahlen und Planungen, die für fundierte Entscheidungen notwendig wären. Klar ist jedoch: Wenn sich der FCS langfristig in höheren Ligen etablieren möchte, muss auch die Infrastruktur – insbesondere das Trainingsgelände – beste Voraussetzungen für Profis und Nachwuchs bieten. Unzureichende Bedingungen erschweren nicht nur die Weiterentwicklung eigener Jugendspieler, sondern sind auch ein erheblicher Nachteil bei der Gewinnung neuer Spieler.
Ein weiterer zentraler Punkt ist, dass sich die bestehenden Anlagen nicht im Eigentum des Vereins befinden. Langfristig sollte daher ernsthaft über eigene Infrastruktur nachgedacht werden, um unabhängiger und strategisch handlungsfähiger zu werden. Kurz- und mittelfristig ist jedoch ein konstruktiver, sachlicher und verlässlicher Austausch mit der Stadt Saarbrücken auf allen Ebenen unerlässlich. Die Zusammenarbeit mit der Stadt hat für mich eine große Bedeutung, da nachhaltige Lösungen im Bereich Infrastruktur nur gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden können.
6. Wie blicken Sie auf die von „Zukunft Blau-Schwarz“ angestoßenen strukturellen Veränderungen und welche Themen müssen kurz- und mittelfristig umgesetzt werden? Haben Sie bereits einen konkreten Arbeitsplan oder Ansätze, an denen sich in den nächsten Monaten orientiert werden sollte?
Die von „Zukunft Blau-Schwarz“ angestoßenen strukturellen Veränderungen ist einfach gesagt genial. Vor dem Engagement dieser Gemeinschaft kann man aus meiner Sicht nur den Hut ziehen. Das, was die beteiligten Frauen und Männer für den Verein leisten, ist bemerkenswert und ein großer Gewinn für den FCS. Sie übernehmen Verantwortung für vereinsrelevante Themen, stoßen wichtige Diskussionen an und engagieren sich weit über formale Satzungsfragen hinaus. Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte, Jubiläumsfeiern oder auch dieser Fragebogen zeigen, wie sehr sie den Verein bereichern – Aufgaben, die man in Teilen eigentlich auch im Verantwortungsbereich des Vereins selbst verorten könnte.
Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen, dass sich ein neu aufgestellter Aufsichtsrat zunächst intensiv austauschen, Ideen bündeln und Vorschläge sorgfältig bewerten muss. Ziel sollte es sein, die verschiedenen Impulse zusammenzuführen und daraus klare Prioritäten abzuleiten.
Kurz- und mittelfristig sehe ich mehrere Themenfelder, bei denen sich viele Vorschläge überschneiden und bei denen zügig Fortschritte erzielt werden müssen. Dazu zählen insbesondere die bereits angesprochene Infrastruktur, eine deutlich stärkere Präsenz des Vereins im gesamten Saarland sowie ein insgesamt professionelleres Auftreten und Arbeiten der Geschäftsstelle. Gerade hier besteht Verbesserungsbedarf, da sich viele Fans derzeit nicht ausreichend ernst genommen oder informiert fühlen.
Einen detaillierten Arbeitsplan halte ich erst nach einer gemeinsamen Bestandsaufnahme im Gremium für sinnvoll. Entscheidend ist, dass die nächsten Monate genutzt werden, um klare Strukturen zu schaffen, Verantwortlichkeiten zu definieren und Maßnahmen umzusetzen, die den Verein nachhaltig stärken und das Vertrauen der Mitglieder und Fans weiter ausbauen.
7. Wo sehen Sie den FCS in drei Jahren? Was sind – unabhängig vom sportlichen Erfolg – die wesentlichen Ziele, die Sie erreicht sehen wollen?
In drei Jahren sehe ich den FCS als wirtschaftlich stabilen und strukturell gefestigten Verein, der unabhängig vom sportlichen Abschneiden auf soliden Grundlagen steht. Entscheidende Fortschritte sollten insbesondere im Bereich der Infrastruktur erreicht worden sein. Das Trainingsgelände muss deutlich modernisiert sein.
Auch beim Stadion erwarte ich konkrete Entwicklungen und klare Perspektiven. Ziel muss es sein, allen Blau-Schwarzen wieder eine Heimat im Stadion zu geben. Gerade die Stehplätze sind ein wichtiger Bestandteil der Fankultur und ermöglichen es auch Fans mit geringerem Budget, regelmäßig Teil der Heimspiele zu sein.
Unabhängig vom sportlichen Erfolg sollte der Verein wirtschaftlich breiter aufgestellt sein. Mehrere tragfähige Einnahmesäulen sind notwendig, um Abhängigkeiten zu reduzieren. Das Merchandising ist bereits auf einem guten Weg, muss aber kontinuierlich weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sollte der FCS im öffentlichen Raum deutlich präsenter sein – etwa auf regionalen Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkten, Stadtfesten oder ähnlichen Events –, um dauerhaft sichtbar und nahbar zu bleiben.
Darüber hinaus ist mir die Stärkung der Mitgliederbindung ein zentrales Ziel. Regelmäßige interne Formate wie Mitgliederstammtische oder Vereinsveranstaltungen fördern den Austausch, schaffen Transparenz und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Der FCS soll in drei Jahren nicht als unruhiger oder chaotischer Verein wahrgenommen werden, sondern als moderner Traditionsclub mit klaren Strukturen, Professionalität und einer positiven Ausstrahlung – sportlich ambitioniert, aber vor allem organisatorisch und gesellschaftlich fest im Saarland verankert.
8. Welche Anforderungen haben Sie an die neu einzustellenden Vorstände? Welche Zielvorgaben sind Ihnen hierbei besonders wichtig?
Für mich ist es besonders wichtig, dass neu einzustellende Vorstände fachlich kompetent sind und sich klar mit den Werten unseres Vereins identifizieren. Idealerweise bringen sie bereits eine starke Verbundenheit zum Verein mit oder sind bereit, sich diese anzueignen und unsere Kultur aktiv zu leben.
Ein weiterer zentraler Punkt ist ein gutes Verständnis für einen mitgliedergeführten Verein. Vorstände sollten Entscheidungen stets im Sinne der Mitglieder treffen und die unterschiedlichen Interessen im Verein im Blick behalten. Gleichzeitig erwarte ich Verantwortungsbewusstsein für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Gesamtvorstand.
Als Zielvorgaben sind mir besonders wichtig:
- eine transparente und verlässliche Vereinsführung,
- nachhaltige Weiterentwicklung des Vereins,
- offene Kommunikation gegenüber Mitgliedern und Gremien,
- sowie eine langfristige, werteorientierte Ausrichtung statt kurzfristiger Erfolge.
9. Wie wichtig ist Ihnen das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern bei der Gestaltung des Vereinslebens? Welche besondere Rolle können hierbei Arbeitskreise, bestehend aus Verantwortlichen des Vereins und der Mitgliedschaft, spielen (Stichwort Leitbildkommission, AK Blau-Schwarz ist Vielfalt, AK Blau-schwarze Geschichte etc.)? Können ergänzende Beiräte ein praktikables Modell für die Zukunft sein?
Als eingetragener Verein haben unsere Mitglieder einen besonders hohen Stellenwert, und das aktive Miteinbeziehen von Fans und Mitgliedern ist für mich ein zentraler Bestandteil eines lebendigen Vereinslebens. Dieses Prinzip sollte nicht nur formell bestehen, sondern auch in der täglichen Vereinsarbeit spürbar sein.
Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig die Unterstützung der Fans ist. Sie stehen hinter dem Verein, begleiten ihn auch in sportlich oder strukturell herausfordernden Phasen und tragen maßgeblich zur Identität und zum Zusammenhalt bei. Dafür sollte der Verein dankbar sein und den Fans sowie Mitgliedern echte Mitwirkungsmöglichkeiten bieten.
Arbeitskreise wie die Leitbildkommission, „AK Blau-Schwarz ist Vielfalt“ oder der „AK Blau-schwarze Geschichte“ haben bereits gezeigt, dass eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vereinsverantwortlichen und Mitgliedschaft möglich ist. Sie bringen wertvolle Perspektiven ein, fördern den Austausch auf Augenhöhe und liefern oft kreative sowie nachhaltige Ideen für die Weiterentwicklung des Vereins. Dieses Modell sollte aus meiner Sicht weiter gestärkt und – wo sinnvoll – ausgebaut werden.
Ergänzend können auch Beiräte ein praktikables Modell für die Zukunft sein. Sie bieten die Möglichkeit, Fachwissen, Erfahrung und unterschiedliche Sichtweisen gebündelt in Entscheidungsprozesse einzubringen, ohne die bestehenden Vereinsstrukturen zu ersetzen. Wichtig ist dabei eine klare Aufgabenbeschreibung, transparente Kommunikation und eine ernsthafte Einbindung in relevante Themen, damit Beteiligung nicht nur symbolisch, sondern wirksam ist.
10. Wie stehen Sie zur 50+1-Regel und anderen fanpolitischen Themen, die derzeit viele Stadiongänger umtreiben (Vorhaben der Innenministerkonferenz, Regionalliga-Reform, Abschaffung von Verbandsstrafen für Pyrotechnik etc.)? Der FCS hat sich im August in einem Statement dazu bekannt, die Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ zu unterstützen. Wird dieser Weg mit Ihnen fortgesetzt?
Fußball lebt von Emotionen, Identifikation und Gemeinschaft. Diese Werte – oft als „Romantik des Fußballs“ beschrieben – sind kein nostalgischer Selbstzweck, sondern die Grundlage der besonderen Fankultur in Deutschland. Die 50+1-Regel ist aus meiner Sicht ein zentraler Baustein dafür. Sie schützt die Mitbestimmung der Mitglieder, bewahrt Vereine vor reiner Investorenlogik und sorgt dafür, dass Vereine wie der 1. FC Saarbrücken in erster Linie ihren Mitgliedern und Fans verpflichtet bleiben. Dass der FCS als eingetragener Verein organisiert ist, ist für mich ein hohes Gut, das es zu erhalten und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln gilt.
Auch bei anderen fanpolitischen Themen halte ich Dialog und Augenmaß für entscheidend. Pauschale Maßnahmen – etwa durch Vorhaben der Innenministerkonferenz oder undifferenzierte Verbandsstrafen – treffen häufig die Falschen und belasten das Verhältnis zwischen Fans, Vereinen und Verbänden unnötig. Gerade beim Thema Pyrotechnik bin ich überzeugt, dass Verbandsstrafen in ihrer jetzigen Form keine nachhaltige Lösung darstellen. Prävention, klare Kommunikation, Fanarbeit und differenzierte Verantwortungszuweisung sind zielführender als Kollektivstrafen. Das Bekenntnis des FCS zur Initiative „Verbandsstrafen abschaffen“ halte ich daher für richtig und konsequent. Diesen Weg würde ich im Aufsichtsrat ausdrücklich mittragen und unterstützen. Der 1. FC Saarbrücken sollte weiterhin als Verein auftreten, der die Perspektiven seiner Fans ernst nimmt, sich konstruktiv in übergeordnete Debatten einbringt und für einen fairen, lebendigen und mitgliedergetragenen Fußball einsteht.
11. Sehen Sie konkreten Verbesserungsbedarf rund um die Durchführung der Heimspiele des FCS? Wie stehen Sie zur Polizeipräsenz bei sogenannten „Risikospielen“ mit Einheiten aus mehreren Bundesländern und Drohneneinsätzen, die den Steuerzahler enorm belasten?
Ja, ich sehe rund um die Durchführung der Heimspiele durchaus Verbesserungsbedarf. Der 1. FC Saarbrücken steht für eine leidenschaftliche Fankultur. Sicherheitskonzepte sollten der Realität Rechnung tragen und sich am tatsächlichen Risiko orientieren.
Die teils sehr hohe Polizeipräsenz bei sogenannten „Risikospielen“ halte ich in vielen Fällen für unverhältnismäßig. Solche Maßnahmen belasten nicht nur das Stadionerlebnis für alle Beteiligten, sondern verursachen auch erhebliche Kosten für den Steuerzahler, ohne nachweislich zu einer entsprechenden Verbesserung der Sicherheit zu führen.
Ich bin überzeugt, dass Sicherheit vor allem durch präventive Maßnahmen entsteht: durch gute Fanarbeit, klare Kommunikation, enge Abstimmung zwischen Verein, Stadt, Polizei und Fanvertretungen sowie durch Vertrauen statt Eskalation. Diese Punkte sollten aus meiner Sicht stärker in den Fokus rücken. Entsprechend halte ich es für sinnvoll und notwendig, bestehende 6
Einsatzkonzepte regelmäßig gemeinsam mit Polizei und Stadt kritisch zu überprüfen und weiterzuentwickeln.
12. Wie möchten Sie sicherstellen, dass auf allen Ebenen des Vereins ein Gemeinschaftsgefühl entsteht, bei dem das „Wir“ im Vordergrund steht und sich alle für den FCS engagierten Menschen gleichermaßen wertgeschätzt fühlen? Wie kann der Verein dem verabschiedeten Leitbild und damit auch der Bedeutung seiner Anhängerschaft gerecht werden?
Das ‚Wir‘ im Verein kann durch eine transparente und offene Kommunikation im gesamten Aufsichtsrat in Verbindung mit den Fans gestärkt werden. Es ist wichtig, dass die Mitglieder und Fans des FCS jederzeit gut informiert sind und sich mit dem Verein identifizieren können.
Darüber hinaus möchte ich dafür sorgen, dass alle Mitglieder des Vereins aktiv eingebunden werden, sei es durch Arbeitskreise oder regelmäßige Austauschformate, in denen ihre Ideen und Vorschläge Gehör finden. Auch die Vereinsführung sollte jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Fans haben. Dies kann durch regelmäßige stattfindende Stammtische oder durch ein digitales Feedback-System geschehen, bei dem Fans ihre Meinungen und Anliegen direkt an die verantwortlichen Stellen richten können.
Ein weiteres wichtiges Element ist, dass die Geschäftsstelle des Vereins immer zugänglich bleibt. Insbesondere bei Rückfragen der Fans sollte es einfache und direkte Kommunikationskanäle geben, zum Beispiel über Telefon. So wird sichergestellt, dass sich jeder Fan gehört und ernst genommen fühlt. Nur durch eine solche offene und respektvolle Kommunikation kann das ‚Wir‘ im Verein gestärkt und das Leitbild des FCS authentisch und nachhaltig gelebt werden.
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Hier geht es zum Fragenkatalog und den Antworten weiterer Kandidierenden für den Aufsichtsrat des 1. FC Saarbrücken e.V.:
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…denn für Blau und Schwarz wird’s höchste Zeit!
